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Die Feuerbestattung

 

Unter Feuerbestattung, auch Kremation, Kremierung oder Einäscherung bezeichnet, versteht man die Veraschung einer Leiche. In vielen Ländern wird dieser Vorgang in Krematorien durchgeführt. Die Beisetzung der Überreste erfolgt gewöhnlich in einer Aschekapsel oder auch Urne genannt.

In deutschen Großstädten sind heute mehr als die Hälfte aller Beisetzungen Feuerbestattungen. Die starke Zunahme der Feuerbestattung in den letzten Jahrzehnten hat ihren Grund zum einen in den deutlich höheren Kosten für eine Erdgrabstelle im Vergleich zum Urnengrab.
Andererseits spielen auch ästhetische und hygienische Überlegungen eine Rolle, wonach manche die Verbrennung im Gegensatz zur Verwesung des Leichnams im Boden als sauberer betrachten, etwa im Falle, dass der Verstorbene eine ansteckende Krankheit hatte.
In Deutschland wächst die Rate der Feuerbestattungen pro Jahr jeweils etwa um ein Prozent.[12] Von Deutschland werden zunehmend Einäscherungen in den Nachbarländern genutzt. Zudem sind in den Nachbarländern andere Bestattungsarten möglich, die nach deutscher Gesetzgebung untersagt sind.

„In allen EU-Mitgliedstaaten sind Erdbestattung und Feuerbestattung rechtlich gleichgestellt. Aufgrund der negativen Haltung der katholischen Kirche gegenüber Feuerbestattungen bis ins 20.Jh. ist der Anteil der Erdbestattungen in den katholisch geprägten Ländern durchwegs höher als in nicht-katholischen Ländern. Erst 1963 gestattete die Katholische Kirche offiziell die Wahl zwischen Erd- und Feuerbestattung. Erd- und Feuerbestattung waren Ursache und Folge von Kommunalisierungen des Bestattungswesens im 19. Jahrhundert.“
– Hemmer u.a.[13]

Quelle Wikipedia